Schusstechnik

Wir helfen euch bei der Entwicklung der richtigen Technik. Im folgenden Abschnitt stellen wir euch verschiedene Schuss-, – und Passvarianten vor.

Eine ausgereifte Technik soll euch dazu befähigen, den Ball zielgenau ins Tor zu befördern. Da die Anzahl an Schusstechniken und Tricks gigantisch groß ist, werden wir euch diese näher erläutern, die sich im Spiel immer wieder finden lassen und welche zum Handwerkszeug eines guten Spielers gehören.

  • Abroller
  • Jet (auch Monkey oder Snake genannt)
  • Schieber / Zieher

Folgendes Motto findet auch beim Kickern Anwendung: Ein guter Spieler hat einem schlechten Spieler  nicht nur eine bessere Technik voraus, sondern schlägt diesen auch darin seine Fähigkeiten effektiver anzuwenden. Schlussendlich bedeutet das, dass eigene Spiel variabel zu gestalten und sich auf seinen Gegner einzustellen und vorauszuahnen wie er spielt.

Auch Anfänger können mit kleinen Tricks und ein paar einfachen Grundregeln schnell besser werden. Hier sind zwei wichtige Fragen, die ihr euch stellen solltet:

  • Wie halte ich den Griff am besten?
  • Wie stehe ich am besten am Tisch?

Zu diesen Themen haben wir eine eigene Anleitung hier.

Abroller

Während die Abroller Technik eine der Standarttechniken von Turnier- und Ligaspielern ist, wird sie von den „Just-For-Fun-Spielern“ allerdings kaum genutzt, da es für sie  oft sehr ungewohnt ist mit der Handfläche zu spielen. Dabei ist diese Technik ebenso variabel und hat im Vergleich zur intuitiven Technik aus dem Handgelenk den Vorteil deutlich schneller zu sein. Für die Abroller Technik ist eine hohe Griffigkeit sehr wichtig. Dabei bieten sich Griffgummis und Handschuhe als nützliche Hilfen an.

Schusstechnik des Abrollers

  • Die Ausholbewegung

Den Druck den ihr durch das feste Halten des Griffes ausgeübt habt, wird weiterhin aufrecht erhalten indem ihr mit der rechts anliegende Handfläche konstanten Druck ausübt. gleichzeitig öffnet ihr die Hand leicht und gleitet mit dem Handgelenk an der rechten Griffseite etwa soweit herab, bis ihr den Griff um etwa einen halben Umfang gedreht habt.

  • Die Beschleunigungsbewegung

Die Hand führt ihr nun unter konstantem Druck der Handfläche wieder seitlich am Griff hoch wobei ihr das Handgelenk selbst nicht dreht, bis ihr den Griff wieder fest umschlossen habt. Dabei ist es hilfreich wenn ihr die Finger, mit Ausnahme des Daumens, wie einen Korb angewinkelt haltet. So fällt der Griff fällt dann erfahrungsgemäß wieder in eure Finger zurück. Diese Bewegung solltet ihr möglichst schnell durchführen.

 

Jet

Der Jet (wird auch Monkey oder Snake genannt) ist eine Überschlagstechnik die auf der Unterarmtechnik beruht. Das bedeutet, dass ihr den Griff dabei nicht mit der Hand spielt sondern die Innenseite eures Unterarmes nutzt um ihn zu kontrollieren.

  • Schusstechnik

Der Jet ist leicht zu erlernen und sehr effektiv. Dies macht ihn zu einer weit verbreiteten Technik im Offensivspiel.

  • Vorbereitung

Wie bei der Vorhandtechnik klemmt ihr den Ball unter der „Fussrückseite“ einer Figur, sodass ihr optimale Kontrolle auf den Druckpunkt des Balles ausüben könnt.

  • Ausführung

Schneidet den Ball nicht beziehungsweise nur minimal während des seitlichen Abspieles zur Stangenmitte an. Während ihr die Stange mit dem Unterarm kontrolliert, gebt ihr dem Ball mittels einer kleinen Ausholbewegung in die gewünschte seitliche Bewegungsrichtung (Schub/Zug) Geschwindigkeit. Dann lasst ihr den Ball laufen und bewegt die Figur auf die Höhe der anvisierten Deckungslücke. Noch bevor euer Ball die Figur erreicht, lasst ihr mit der Unterarmtechnik die Stange schnell rotieren und so schießt ihr dann den Ball.

  • Täuschungsmöglichkeiten

Durch eine seitliche Bewegung des Balls könnt ihr euren Gegner täuschen. Wenn ihr den Ball mehrfach mit schnellem seitlichem Führen und Stoppen des Balls täuscht könnt ihr euren Gegner täuschen und ihn zum Öffnen seiner Deckung verleiten. Wichtig ist, dass ihr den Griff stets mit eurem kontrolliert. Eine weitere beliebte Täuschung ist eine schnelle Rotation in die Gegenrichtung. Hierfür nehmt ihr den Ball aus der Klemmposition zur Seite mit. Die Figur (unter durchgehender Kontrolle eures Unterarm) dreht ihr in kurzer Entfernung vom Ball im Uhrzeigersinn um 360°, so dass der Ball am Ende der Rotation sofort wieder unter dem Fuß der Figur wie zuvor geklemmt zum Liegen kommt.  Nur eine sehr schnell Durchführung der Bewegung wirkt wie ein Schussversuch und ihr könnt die Deckungslücke eures Gegners um ein Tor zu erzielen.

  • Variationen

Den Jet könnt ihr sowohl in Schub- und Zugrichtung als auch in beliebiger Länge ausführen. Dies erlaubt euch in eurem Spiel viel Variation.

  • Schwierigkeiten

Die ungewohnte Art der Griffkontrolle stellt die eigentliche Schwierigkeit dieser Technik dar, da ihr den Ball nicht wie gewohnt mit der sondern dem Unterarm kontrolliert.

Eine gute Anleitung (auf englisch) ist auf dieser Seite zu finden.

Schieber/Zieher

Diese beiden Techniken sind spiegelverkehrt zueinander aber sind ansonsten grundlegend identisch. Ihr solltet den Ball in die Nähe einer Lücke bringen indem ihr ihn seitlich mit einer Figur mitführt und dann aus einer fließenden Bewegung aufs Tor schießt. Da es sich beim Schieber bzw. Zieher um eine Standarttechnik handelt, wird diese auf praktisch allen gängigen Tischmodellen gespielt. Sie ist mit allen Tischausstattungen und Balltypen durchführbar.

  • Schusstechnik

Die meisten Spieler nutzen bei dieser Technik ihr Handgelenk. Es wird euch wahrscheinlich leicht fallen, diese Technik zu erlernen und eure erworbenen Kenntnisse auch auf andere Schusstechniken zu übertragen.

  • Vorbereitung

Je nach gewünschter Bewegungsrichtung platziert ihr den Ball links oder rechts) neben einer eurer Figuren. Achtet darauf, den Ball so zu legen, dass ihr die von euch anvisierte Lücke in der Richtung noch erreichen könnt. Die Lücke sollte dabei nicht exakt unterhalb, sondern leicht nach hinten, weg vom Tor, (relativ zur Mittelachse der Stange) zu finden sein. Dies ermöglicht es euch den Ball besser zu führen und somit zu kontrollieren.

  • Ausführung

Führt den Ball mit der Seitenfläche der Figur etwa 2/3 des seitlichen Weges zur Lücke und haltet hierbei den Arm möglichst auf Höhe der Stange zu führen. Das ist wichtig für die Kontrolle des Balls! Nachdem ihr diesen Weg hinter euch gebracht habt, knickt ihr euer Handgelenk ab und schiebt eure Figur so hinter den Ball (bei der empfohlenen Technik). So könnt ihr eure Figur in Höhe der Schussposition platzieren. Wenn ihr den Ball in die gewünschte Position vor der Figur geschoben habt, könnt ihr ihn mithilfe der entsprechenden Technik einschießen. Wenn ihr diese Technik in Zugrichtung ausführen möchtet, dann ist es wichtig, dass ihr mit Umleiten der Zugbewegung der Stange in die Rotationsbewegung die benötigte Schnellkraft erzeugt. Die Grundspannung im Arm und Hüfte, ist für einen gelungen Schuss nicht ausreichend. Mit etwas Übung wird die etwas kompliziert erscheinende Bewegung zu einem reibungslosen Automatismus. Wie bei allen anderen Sportarten gilt: Übung macht den Meister! Wenn ihr diese Technik in Schub-Richtung ausführen wollte, dann holt ihr euch die Schussenergie nicht nur aus der Schubbewegung, sondern auch aus einer Zugbewegung. Dies hört sich zwar widersprüchlich an, sorgt aber für mehr Energie für den Schuss. Dafür führt ihr die Figur nicht direkt hinter die Schussposition des Balles sondern noch ein Stückchen weiter um den Ball aus einer sehr kurzen Zugbewegung der Figur zu treffen. Mit dieser Technik könnt ihr vermeiden den Ball zu lang zu nehmen und dann statt des Tors nur den Pfosten zu treffen.

  • Täuschmöglichkeiten

Wenn ihr die Technik gut beherrscht (Schub und Zug spielen könnt) könnt ihr sie auch nutzen um euren Gegner (legal!) zu täuschen. Die gängigsten Methoden sind hierfür:
A) Kreiseln ohne Ball
Bei dieser Art der Technik führt ihr die Beim Kreiseln Figur schnell und in sehr dichten Kreisbewegungen um den Ball herum, ohne diesen zu bewegen. Macht dabei die ganze Zeit fließende Bewegung um versehentliche Berührungen des Balls zu vermeiden.
B) Kreiseln mit Ball
Beim Kreiseln mit dem Ball führt ihr diesen abwechselnd in Schub- und in Zugrichtung mit der Figur, stoppt ihn dabei aber nie komplett. Auch hier spielt ihr wieder aus der fließenden Bewegung heraus wobei ihr immer Schub/Zug bzw. Zug/Schub spielt.

  • Variationen

Der große Vorteil dieser Technik ist, dass wenn ihr euch eure Startposition auf Höhe eines der Pfosten aussucht, ihr praktisch jede Lücke auf der gesamten Torbreite treffen könnt! Statt den Ball auf einer geraden Bahn in das Tor zu befördern könnt ihr euren Schuss auch variieren und ihn durch diagonales Anspielen mit der Bewegungsrichtung in einem Winkel auf das Tor spielen. So könnt ihr es schaffen, zwischen Torward und Abwehr diagonal hindurch zu schießen.

  • Schwierigkeiten

Schwierig wird die Ausführung der Technik, vor allem das seitliche Führen des Balles am Fuß, bei kleinen und/oder runden Seitenflächen der Figurenfüße. Unser Tipp für euch ist hier, den Ball leicht vor oder hinter die Stange zu legen, da diese Fläche dann nicht senkrecht an der Ballseite anliegt sondern diagonal zu Ihr was euch eine bessere „Seitenführung“ ermöglicht. Auch hier gilt wieder, dass ihr mit ein wenig Übung diese Technik rasch beherrschen solltet.